Queen Elizabeth II.

Foto: Royal Household / John Swannell

Elizabeth wurde am 21. April 1926 als älteste Tochter des Duke of York geboren. Als sie zehn Jahre alt war, dankte ihr Onkel Edward VIII. ab und ihr Vater wurde als George VI. zum König gekrönt. Den zweiten Weltkrieg verbrachte sie zum größten Teil gemeinsam mit ihrer Schwester Margaret auf Windsor Castle. Im Nähzirkel von Birkhall strickte sie Socken und Schals für die Soldaten. 1945 trat sie in die Hilfstruppen der Armee ein, wo sie lernte Fahrzeuge instandzuhalten. Als 18-Jährige wurde sie zum Counsellor of State ernannt und erhielt ein eigenes Büro im Buckingham Palace.

1947 heiratete Prinzessin Elizabeth den Lieutenant Philip Mountbatten, Sohn eines griechischen Prinzen und einer deutschen Prinzessin. Als “mittelloser deutscher Prinzling” wurde Philip in königlichen Kreisen anfangs nicht als idealer Ehepartner für die zukünftige englische Königin angesehen. Aber Elizabeth hatte ihr Herz schon als junges Mädchen an Philip verloren. Beide kannten sich von Familienfeiern, denn wie Elizabeth selbst war Philip ein Ur-Urenkel Königin Victorias. Das Paar hat vier Kinder: Prinz Charles (1948), Prinzessin Anne (1950), Prinz Andrew (1960) und Prinz Edward (1964).

Nach dem Tod ihres Vaters 1952 übernahm Elizabeth II. ein Land, das sich nur langsam vom Zweiten Weltkrieg erholte. Die Lebensmittelrationierung endete erst im Sommer 1954. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der britischen Kolonien, die nach dem Ersten Weltkrieg begonnen hatten, nahmen nach 1945 zu. Elizabeth II. begleitete den Zerfall des British Empire und sah ihre wichtigste Aufgabe in der Förderung einer neuen Staatengemeinschaft – des Commonwealth of Nations.

“The Commonwealth bears no resemblance to the Empire of the past. It is an entirely new conception. To that new conception of an equal partnership of nations and races I shall give myself, heart and soul, every day of my life.”

Queen Elizabeth II.

Die Queen ist das Staatsoberhaupt von Großbritannien, Australien, Neuseeland, Kanada, Jamaica, Antigua und Barbuda, Belize, Papua Neuguinea, St. Christopher and Nevis, St. Vincent and the Grenadines, Tuvalu, Barbados, Grenada, Solomon Islands, St. Lucia und Bahamas. In der konstitutionellen Monarchie ist ihre Rolle jedoch überwiegend repräsentativ. Politisch verhält sich die Königin neutral. Diese Neutralität gab ihr oft die Möglichkeit als Vermittlerin bei internationalen Krisen aufzutreten. Sie mischte sich zwar nicht in die Verhandlungen der Diplomaten ein, aber sie half, das Eis zu brechen, ob beim Tanz mit Ghanas Kwame Nkrumah oder beim Tee mit dem sowjetischen Nikita Chruschtschow.

Die größte Herausforderung für Elizabeth II. war und ist der Umgang mit den Medien. Fernsehen und Regenbogenpresse gaben oft mehr über die königliche Familie preis, als dem Image der Queen gut tat. Das ist im Internetzeitalter, wo Fotos von nackten Prinzen innerhalb von Sekunden um die Welt fliegen, nicht leichter geworden.

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