Der kleine Entdecker: London Transport Museum

Heute nehme ich Euch mit auf eine Zeitreise. Beim letzten Mal habe ich Euch erzählt, wie toll ich Boote finde. Aber eigentlich finde ich alle Fahrzeuge faszinierend. Deshalb bin ich mit Mama ins Transportmuseum gegangen. Jetzt steht aber nicht lange rum. Sputet Euch, denn es gibt viel zu entdecken!

Today I will take you on a journey through time. Last time I told you that I love boats. In fact, I love all kinds of vehicles. That’s why mummy took me to the Transport Museum. But don’t just stand around. Hurry! We have a lot to discover!

London Transport Museum

Erste Station: Irgendwann um 1800. Hier beginnt die Verkehrsgeschichte. Vorher gab es keine nennenswerten Fahrzeuge. Die Menschen liefen zu Fuß oder nahmen das Pferd. Pferdekutschen konnten sich nur die Reichen leisten. Aber das war nicht so schlimm, denn vor gut 200 Jahren war London fast noch ein Dorf. Natürlich nicht wirklich, aber im Vergleich zu heute war es winzig – nur etwa eine Million Einwohner. Ok, damals war es die größte Stadt der Welt. Wahrscheinlich haben sich die Leute deshalb überlegt, dass ein organisiertes Transportwesen sinnvoll wäre. Um 1800 fuhren Hackney Coaches, Pferdedroschken, durch die Straßen Londons. Wer die Stadt verlassen wollte, nahm den Stagecoach von einem der vielen Coaching Inns am Stadtrand, eine Art Kutschen-Station mit angegliederter Herberge und Gasthaus. So fuhr beispielsweise zweimal pro Woche ein Stagecoach nach Liverpool vom Axe Inn. Die Reise dauerte im Sommer sieben und im Winter zwölf Tage.

First stop: Sometime around 1800. This is, when transport history really starts. Before, there were no vehicles to speak of. People walked or rode. Only the rich could afford horse carriages. But that was not so bad, because 200 years ago London was still just a village. Not really, of course, but compared to today, London was tiny – only one million inhabitants. Ok, at the time it was the largest city of the world. Maybe that was the reason, why people started to think, that a proper transport system might make sense. Around 1800 Londoners could take Hackney Coaches to get around in the city. And if you wanted to leave London, you could board a Stagecoach from one of the Coaching Inns at the outskirts. The stagecoach to Liverpool went twice a week from the Axe Inn and took seven days during summer and twelve during winter.

London Transport Museum

Zweite Station: Die ersten Busse und Trams. London wuchs während des 19. Jahrhunderts explosionsartig. Immer mehr Leute aus der Mittelschicht zogen an den grünen und billigeren Stadtrand. Irgendwann ließ sich die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nicht mehr zu Fuß bewältigen. So entstand der Omnibus. Die schlechten Straßenverhältnisse machten eine Omnibusfahrt allerdings nicht gerade zu einem Vergnügen. Die Amerikaner hatten das Problem gelöst, indem sie Schienen verlegten. Diese Idee griffen die Londoner um 1850 auf. Die Trams wurden aber genau wie die Busse weiterhin von Pferden gezogen. Um 1900 brauchte Londons öffentliches Transportwesen um die 50.000 Pferde. Jeden Tag mussten über 1.000 Tonnen Pferdemist beseitig werden.

Second stop: First busses and trams. London grew enormously during the 19th century. More and more middle class families moved into the greener and cheaper suburbs. At some point many lived too far away to walk to work every day. The first omnibuses appeared. But the poor condition of the roads made an omnibus journey anything but pleasant. The Americans had solved the problem by putting rails into the road. Around 1850 Londoners picked the idea up. But trams as well as busses were still pulled by horses. Around 1900 London’s public transport needed about 50,000 horses and they produced over 1,000 tonnes of dung everyday.

Dritte Station: Die U-Bahn entsteht. 1863 wurde die erste U-Bahn eröffnet. Noch heute ist London von vielen Kopfbahnhöfen umgeben. Der Bau einer durchgehenden Eisenbahnlinie galt in der wuchernden City von Anfang an als schwierig. Also wurden die Schienen einfach unter der Erde verlegt. Das war eine geniale Idee, denn so wurden auch die verstopften Straßen entlastet (wir reden hier immer noch vom Zeitalter der Pferdewagen!). Eine Zugfahrt unter der Erde war damals ein echtes Abenteuer. Ich frage mich, wie die Leute atmen konnten, denn die Wagen wurden von Dampflokomotiven gezogen.

Third stop: Development of the underground. In 1863 the first underground line opened. Even today London is surrounded by many terminal stations. The building of railways through the sprawling city has always been difficult. Therefore, the rails were put into tunnels underneath. That was a brilliant idea, because it relieved the constantly clogged roads (we are still talking about the age of horse busses and carriages!). A train ride under the city was a real adventure at the time. I ask myself, how people managed to breathe, because the trains were pulled by steam engines.

Vierte Station: Der Motor erobert die Straße. Bevor die Stadt völlig im Pferdemist versank, wurde der Motor erfunden. Bis 1915 waren die Pferde-Busse auf Londons Straßen so gut wie verschwunden. Die motorisierten Busse waren bequemer, aber das Verkehrschaos wurde damit nicht beseitigt. Nun verstopften nicht mehr Pferdewagen sondern Autos die Straßen. Das war keine gute Voraussetzung für Busse, so dass die Nutzung immer mehr zurückging. Seit der Einführung der Maut in Londons Innenstadt hat sich die Verkehrssituation jedoch verbessert. Ich fahre mit Mama heute ganz gerne mal im Doppelstockbus durch Londons Straßen.

Forth stop: Rise of the motor vehicles. Just before the horse dung choked the city, a new invention came to rescue: the motor. Horse drawn carriages all but disappeared by 1915. Motor busses were far more comfortable, but the traffic chaos continued. Now the streets were blocked by motor vehicles rather than horse carriages. That was not a good setting for the busses and they were used less and less. But since the congestion charge has been introduced in central London, the traffic situation has improved. Nowadays, mummy and I really love to take a tour around London on a double-decker bus.

Letzte Station: Spielecke. Für mich ist ein Museum nur dann perfekt, wenn es eine richtige Spielecke hat. Versteht mich nicht falsch. Das tolle am Transportmuseum ist, dass man fast überall rein oder raufklettern darf. Aber eine richtige Spielecke ist sozusagen das I-Tüpfelchen. Während ich hier mit der Holzeisenbahn spiele, könnt Ihr Euch ja nochmal ganz gemütlich umschauen. Wenn Ihr jeweils auf ein Bild in der Galerie klickt, öffnet sich die Slideshow.

Last stop: Play area. In my opinion, no museum is perfect without a play area. Do not misunderstand me, one of the great things about the London Transport Museum is that I can touch everything and climb nearly everywhere. But the play area is the dot on the i. Why don’t you take another stroll, while I play with the wooden trains? If you click on one of the photos, the slideshow will start.


London Transport Museum, Covent Garden Piazza, London WC2E 7BB

Nearest tube station: Covent Garden

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13 thoughts on “Der kleine Entdecker: London Transport Museum

      1. Wie lange seid Ihr denn da? Wir fliegen dieses WE nach Frankfurt, aber wenn Ihr laenger da seid, vielleicht koennen wir uns ja mal wieder treffen? Jetzt, wo wir ein Auto haben, koennen wir auch zu Euch kommen. LG Peggy

      2. 11. bis 20.5., und jetzt wo wir kein Auto mehr haben, wäre das natürlich großartig. UND du könntest gleich ein bisschen für einen Post über Englands älteste urkundlich erwähnte Stadt, Colchester, recherchieren. Ich führ dich auch rum 🙂

    1. Vielen Dank, ich habe auch gerade Deinen Blog angeschaut und schicke das Kompliment zurueck. Italien ist gerade auf unserer Urlaubsagenda. Ich werde demnaechst mal in Ruhe bei Dir stoebern. Lieben Gruss aus dem regnerischen London, Peggy

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