Als wir Segel setzten

As you set out for Ithaka
hope the voyage is a long one,
full of adventure, full of discovery.

Bis nach Ithaca sind wir in diesem Sommer nicht gesegelt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Seezwerg den Launen Poseidons gewachsen wäre. Darum geht es im Grunde auch nicht. Denn beim Segeln ist der Zielort zweitrangig. Der Weg ist das Ziel.
Bis nach Ithaca sind wir in diesem Sommer nicht gesegelt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Seezwerg den Launen Poseidons gewachsen wäre. Darum geht es im Grunde auch nicht. Denn beim Segeln ist der Zielort zweitrangig. Der Weg ist das Ziel.

Laistrygonians and Cyclops,
angry Poseidon—don’t be afraid of them:
you’ll never find things like that on your way
as long as you keep your thoughts raised high,
as long as a rare excitement
stirs your spirit and your body.
Laistrygonians and Cyclops,
wild Poseidon—you won’t encounter them
unless you bring them along inside your soul,
unless your soul sets them up in front of you.

Besonders abenteuerlich ist ein Segeltörn in Mecklenburg-Vorpommerns natürlich nicht. Der Wind gibt die Richtung vor und die Tage verlaufen gleichförmig im Einklang mit der Natur.
Besonders abenteuerlich ist ein Segeltörn in Mecklenburg-Vorpommerns natürlich nicht. Der Wind gibt die Richtung vor und die Tage verlaufen gleichförmig im Einklang mit der Natur.

Hope the voyage is a long one.
May there be many a summer
morning when,
with what pleasure, what joy,
you come into harbors seen for the first time;
may you stop at Phoenician trading stations
to buy fine things,
mother of pearl and coral, amber and ebony,
sensual perfume of every kind—
as many sensual
perfumes as you can;
and may you visit many Egyptian cities
to
gather stores of knowledge from their scholars.

An feinen Luxuswaren sind wir nicht interessiert, wenn wir in einen Hafen einlaufen. Wir freuen uns stattdessen auf einen leckeren Eisbecher.
An feinen Luxuswaren sind wir nicht interessiert, wenn wir in einen Hafen einlaufen. Wir freuen uns stattdessen auf einen leckeren Eisbecher.

Keep Ithaka always in your mind.
Arriving there is what you are destined for.
But do not hurry the journey at all.
Better if it lasts for years,
so you are old by the time you reach the island,
wealthy with all you have gained on the way,
not expecting Ithaka to make you rich.

Langeweile kommt bei einer Bootsfahrt nicht auf. Es gibt immer eine Leine oder ein Bootshaken, mit denen sich unser Kleiner Entdecker beschäftigt. Spielsachen sind völlig überflüssig.
Langeweile kommt bei einer Bootsfahrt nicht auf. Es gibt immer eine Leine oder ein Bootshaken, mit denen sich unser Kleiner Entdecker beschäftigt. Spielsachen sind völlig überflüssig.

Ithaka gave you the marvelous journey.
Without her you would not have set out.
She has nothing left to give you now.

Abends werfen wir irgendwo in Ufernähe den Anker.
Abends werfen wir irgendwo in Ufernähe den Anker.

And if you find her poor, Ithaka won’t have fooled you.
Wise as you will have become, so full of experience,
you will have
understood by then what these Ithakas mean.

(“Ithaca” by C.P. Cavafy, translated by Edmund Keeley and Philip Sherrard)

Bei einem seegekühlten Bier schauen wir dem Sonnenuntergang zu und lassen uns anschließend von sanften Wellen in den Schlaf schaukeln. Was braucht man mehr im Urlaub?
Bei einem seegekühlten Bier schauen wir dem Sonnenuntergang zu und lassen uns anschließend von sanften Wellen in den Schlaf schaukeln. Was braucht man mehr im Urlaub?

Hinter uns liegt ein erholsamer Sommer. Jetzt geht es wieder ran an die Tasten. Ich freue mich schon auf einen betriebsamen Herbst voller neuer Ideen.

A wonderful summer is behind us. Now its back to the keypad. I look forward to a busy autumn full of new ideas.

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19 thoughts on “Als wir Segel setzten

    1. entdeckeengland says:

      Liebe Martina, als Bloggerin vergisst man den Blog und die Community natürlich nie ganz. Aber es war schön, nicht bei jedem Ausflug gleich an den nächsten Post zu denken, sondern einfach nur zu genießen. Viele Grüße, Peggy

    1. entdeckeengland says:

      Ja, es ist ein tolles Gedicht. Eigentlich nicht ganz passend zu unserer bescheidenen Reise. Aber ich konnte nicht widerstehen, es drückt alles aus, was es über das Reisen und das Leben zu sagen gibt.

  1. Achim Spengler says:

    Welcome back und gutes Gelingen in allen Dingen in der nahenden Herbstzeit, liebe Peggy. Und ein Dankeschön für die inspirierenden Bilder und vor allem für die Wiedergabe des grandiosen Gedichtes über Ithaca. Wenn ich die Bilder sehe, denke ich immer an die Zeit zurück, als ich mir fest vornahm, meinen Segelschein zu machen und es nie dazu kam. Blame me …

    Liebe Grüße aus Freiburg

    Achim

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