Constantine und die Schlacht um Britannien

Während die schottische Nation in der Wiege lag, formte sich auch im Süden Britanniens ein neues Königreich. Die Angeln, Sachsen und Jüten hatten nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches begonnen, den Südosten Britanniens zu besiedeln. Ebenfalls der Bedrohung durch die Wikinger ausgesetzt, hatten sich die einst uneinigen Kleinfürstentümer unter König Athelstan zu einem mächtigen Reich zusammengeschlossen, dem Land der Angeln. Nachdem Athelstan die Wikinger aus Northumberland vertrieben hatte, hatte er nun einen freien Blick auf das unvollendete Projekt der römischen Kaiser, als deren Erbe er sich sah: die Eroberung Schottlands und die Vereinigung Britanniens unter seiner Herrschaft.

While the Scottish Nation was in its infancy, another kingdom was being formed in the south. After the Roman Empire collapsed Angles, Saxons and Jutes had come to Britannia. Similarly threatened by the Vikings the once squabbling princedoms united under King Athelstan and formed Angle land. After Athelstan had ousted the Vikings from Northumberland his gaze fell onto the project the Roman emperors (whose heir he presumed himself) left unfinished: The conquest of Scotland and the unification of Britannia under his rule.

Unter Constantine stieg der Apostel Andreas zum wichtigsten Heiligen Schottlands auf. Schottlands Fahne repräsentiert das Andreaskreuz.
Unter Constantine stieg der Apostel Andreas zum wichtigsten Heiligen Schottlands auf. Schottlands Fahne repräsentiert das Andreaskreuz.

König Constantine von Schottland hatte der übermächtigen Armee Athelstans nichts entgegenzusetzen. Deshalb unterwarf er sich zunächst dem König der Angeln. Aber sobald Athelstan ihm den Rücken gekehrt hatte, begann er Pläne zu schmieden, wie die Unabhängigkeit Schottlands wieder hergestellt werden könne. Wie sein Großvater Kenneth MacAlpin vor ihm, erkannte er, dass nur ein starkes Nordbündnis die Invasoren vertreiben konnte. So verbündete er sich mit seinen einstigen Feinden, den Wikingern, und gemeinsam zogen sie gegen Athelstan. Die „Große Schlacht“ von 937, wie sie in die Chroniken einging, endete auf dem Papier zugunsten der Angeln. Aber in Wirklichkeit hatten beide Seiten so viele Menschen verloren, dass sich jeder wieder zurückzog. Britannien blieb geteilt und der Graben zwischen Schotten und Angeln, die bald zu Engländern wurden, war ausgehoben. Auch die Wikinger wurden in die schottische Gesellschaft integriert und haben genau wie die Pikten und die Gälen ihre Spuren in der DNA der Schotten hinterlassen.

King Constantine of Scotland was overwhelmed by Athelstan’s army. Therefore, he submitted to the king of the Angles. But as soon as Athelstan had turned his back to him, he plotted to regain Scottish independence. Like his grandfather Kenneth MacAlpin he realised that only a strong Northern union could defy the invaders. So he allied himself with the Vikings. Together they marched against Athelstan. On paper the Angles won the “Great Battle” of 937, as it was remembered in the Chronicles. But in reality both sides had lost so many that they all returned home to lick their wounds. Britannia remained divided and the rift between Scots and Angles, who would soon be called English, was drawn. The Vikings integrated with the Scottish society and as the Picts and Gaels left their marks in the DNA of the Scots.

Neil Oliver's History of ScotlandMeine Hauptquelle war das sehr unterhaltsam geschriebene Buch des schottischen Historikers Neil Oliver „A History of Scotland – A look behind the mist and myth of Scottish history“.

My main source was the entertainingly written book by Scottish Historian Neil Oliver “A History of Scotland – A look behind the mist and myth of Scottish history.”

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9 thoughts on “Constantine und die Schlacht um Britannien

    1. entdeckeengland says:

      Liebe Martina, danke für Deine Worte. Ja, es ist still geworden auf meinem Blog. Momentan habe ich sehr viel Arbeit und muss mich erst neu sortieren. So sehr ich das Bloggen vermisse, ich habe einfach keine Zeit. Aber das bleibt hoffentlich nicht immer so. 🙂 Liebe Grüße an Dich aus Greenwich, wo der Frühling eine kleine Pause eingelegt hat.

      1. Martina Ramsauer says:

        Liebe Peggy, es freut mich sehr von dir zu hören, dass es dir gut geht und ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg bei deiner Arbeit und eine schöne Zeit auch mit deiner Familie. Bis dann und liebe Grüsse Martina

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