England wird zukünftig nur noch auf Deutsch entdeckt

Eigentlich bin ich ja kein Fan von Anglizismen. Aber der Ausdruck Rush-Hour des Lebens klingt sehr treffend. Hört sich ja auch besser an, als Hektik oder Stress. Außerdem sehe ich mich natürlich lieber als Jackie Chan, der Schulweg, Recherche, Schreiben und Wäschewaschen mit energiegelandener Akrobatik jongliert. Aber während der Kleine Entdecker rasende Rollerkunststücke toll findet, leidet beim Yoko tobi geri die Wäsche.

Mit Bloggen aufzuhören ist auch keine Option. Denn dafür schätze ich den Austausch mit Euch viel zu sehr. Deshalb werde ich es optimieren. Schließlich gehöre ich ja, wenn man dem in unserer Familie umstrittenen Artikel des Soziologen Heinz Bude in der Zeit glaubt, zur Optimierungsgeneration. „Technisch gesonnen“, wie ich bin, habe ich eine nüchterne Analyse meiner Leser durchgeführt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten von Euch Deutsche sind und wenn nicht, dann zumindest deutsch verstehen. Deshalb werde ich meine Posts zukünftig nur noch auf Deutsch verfassen (und das Risiko eingehen, einige Leser zu verlieren. So, Heinz Bude, von wegen risikoscheu!).

My dear English readers! As my work life is getting busier and my son still needs a lot of attention I have decided not to translate my posts into English anymore. I know many of you understand and even speak German well. Therefore I hope you will continue to enjoy my blog. I will still comment in English and of course I will not translate literary quotes into German.

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36 thoughts on “England wird zukünftig nur noch auf Deutsch entdeckt

  1. martinazuengel says:

    Ich kann das verstehen, liebe Peggy! Obwohl es mich immer wahnsinnig beeindruckt hat, dass Du einen zweisprachigen Blog hast … viel Erfolg weiterhin und lass Dich nicht stressen … 😉 …
    Viele Grüße
    Martina

  2. anglogermantranslations says:

    Ich habe Dich die ganze Zeit über für Deine Disziplin bewundert, Peggy. Disziplin insofern als Du Dich immer ganz eng an die Vorlage gehalten und nichts weggelassen oder hinzugefügt hast. Eigentlich ist es gar nicht so leicht, sich selbst zu übersetzen. Die Gedanken lösen meiner Erfahrung nach in der einen Sprache ganz andere Assoziationen aus als in der anderen. Da hilft eben nur eiserne Disziplin oder Distanz zum eigenen Ursprungstext, um in als quasi fremdes Original zu verstehen, von dem nicht abgewichen werden darf. Sehr arbeitsintensiv …
    Looking forward to new discoveries 🙂

    1. entdeckeengland says:

      Dankeschön! Ja, gerade weil sich viele Sachen nicht eins zu eins übersetzen lassen, dauert es manchmal ganz schön lange. Ich bin froh, das auch aus dem Munde bzw. der Feder (ähm, Tastatur) eines Profis zu hören (lesen).

  3. faehrtensuche says:

    Ich bin ja erst neu dazugestoßen, also wie auch immer: Ich freue mich auf weitere Artikel und auf’s Stöbern hier auf dem Blog.
    Danke für Deinen Besuch bei mir!
    Liebe Grüße,
    Marie

  4. Klausbernd says:

    Guten Tag, liebe Peggy,
    ich kch kann dich ja sehr gut verstehen, das zweisprachige Bloggen ist arbeitsaufwändig. Da wir auf unserem Buchfeenblog 70% englisch Kommunizierende und 30% deutsch Kommunizierende haben, müssen wir bilingual bloggen. Aber wir haben ja das Glück, dass Siri und Selma uns emsig helfen.
    Wir bemerkten, dass es viel weniger Arbeit macht, bei einer Post den deutschsprachigen Text und den englischen unabhängig von einander zu schreiben, also nicht übersetzen, sondern quasi frei nacherzählen. Wir müssen mal Pit fragen, wie er das mit seinem deutsch-englischen-Blog macht.
    Liebe Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
    the Fab Four of Cley

    1. entdeckeengland says:

      Danke für Deinen Kommentar, lieber Klausbernd. Selbst wenn man frei schreibt, ohne direkt zu übersetzen, erzählt man ja die Geschichte zweimal. Und ich schreibe auf Englisch schon etwas langsamer als auf Deutsch. Da Ihr so viele Leser habt, mit denen Ihr auf Englisch kommuniziert, ist es ja auch wichtig, dass Ihr zweisprachig bloggt. Bei mir hält es sich aber tatsächlich in Grenzen.

  5. Martina Ramsauer says:

    Liebe Peggy, ich verstehe deine Entscheidung natürlich vollkommen, möchte aber trotzdem sagen, dass ich deine Zweisprachigkeit sehr geschätzt habe und es mir sicher fehlen wird. Wie auch immer, ich wünsche dir weiterhin viel Spass beim Bloggen. L.G.

      1. Martina Ramsauer says:

        Guten Morgen, liebe Peggy, es sind es eben Worte, wie die deinigen, die mir immer wieder Mut geben weiterzumachen. Ausserdem bin ich ja im Pensionsalter und merke, dass ich neue Informationen viel besser behalte, wenn ich darüber schreibe, als wenn ich sie nur lese und deshalb tue ich das ja auch für mich, um nicht zu seeehr einzurosten! Ich wünsche dir eingen Tag nach deinen Wünschen. L.G.

  6. Hanna says:

    Dear Peggy. It’s great to learn that you have a lot of work to do. As a general rule, it’s proportional to success.
    It’s great to hear that your little boy, keeps you going too ❤
    Ich bin dankbar für Sie weiterhin die englischen Kommentare zu lesen. Es ist jenseits meiner Fähigkeit, die Google Übersetzung ins Deutsche zu kontrollieren? 🙂
    All the best,
    Hanna

  7. Pit says:

    Hallo Peggy,
    zunächst einmal danke, dass Du uns erhalten bleibst, und danke für Deine immer hochinteressanten Blogbeiträge. Ich kann Dich sehr gut verstehen, da ich ja auch ein zweisprachiges Blog führe. In der jetzigen Form, zwei Sprachen in einem einzigen Blog, ist es für mich schon eine gewisse Arbeitserleichterung gegenüber früher, als ich zwei Blogs [Eines in Deutsch und Eines in Englisch] geführt habe – wenn auch nicht besonders viel an Erleichterung.
    Als sehr hilfreich hat sich für mich erwiesen, meine Texte zuerst in WORD zu verfassen, in einer Tabelle, wo sich Deutsch und Englisch gegenüberstehen. Das macht für mich den Vergleich leichter, weil ich direkt in WP immer viel scrollen muss.
    Was überhaupt nicht hilfreich war, war eine automatische Übersetzung. Da habe ich so viel nacharbeiten müssen, dass es zeitaufwendiger war als selber zu übersetzen. Diese automatischen Übersetzer sind so schlecht, dass ich manchmal in der Originalsprache nachschauen musste, damit ich überhaupt erkennen konnte, was die Übersetzung bedeuten sollte.
    @ Klausbernd: ich versuche eigentlich nie, wörtlich zu uebersetzen, sondern meinen englischen Text, den ich normalerweise zuerst schreibe, sinngemaeß ins Deutsche zu übertragen. Ich denke, das sieht man schon, wenn man meine Texte vergleicht. Der Inhalt ist selten absolut identisch. Gelegentlich allerdings, insbesondere wenn ich vom Deutschen ins Englische übertrage, komme ich schon in die Nähe einer reinen Übersetzung.
    Was mir viel mehr Probleme macht bzw. was extrem lästig ist, ist das “Nacharbeiten” eines deutschen Textes mit Hilfe der virtuellen Tastatur. Direkt per Touchscreen auf Deutsch zu tippen liegt mir weniger.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit
    P.S.: Ich hoffe übrigens, dass mir alle meine Leser meine Fehler in der englischen Sprache nachsehen. Wenn ich da einen richtigen Schocker produziere, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Ach ja, und meine allgemeinen vielfältigen reinen Tippfehler bitte ich auch zu entschuldigen.

    1. entdeckeengland says:

      Lieber Pit, danke für Deine ausführliche Antwort. Ich schreibe alle meine Posts zuerst in Word, weil sie oft über einen längeren Zeitraum entstehen. Interessant, dass Du zuerst den englischen Text schreibst und danach den deutschen. Ich habe es immer umgekehrt gemacht, weil ich mich auf Deutsch einfach leichter ausdrücken kann. Liebe Grüße aus dem herbstlichen Greenwich, Peggy

      1. Pit says:

        Hallo Peggy,
        in English zuerst schreibe ich immer dann, wenn ich direkt in meinem Blog schreibe – weil da Englisch eben zuerst kommt. Wenn ich in WORD vorschreibe, ist das gemischt. Oft fange ich da mit Deutsch an, weil das bei mir in der linken Spalten steht und ich die meisten zuerst ausfuelle.
        Viel Spass im herbstlichen London,
        Pit

  8. Susanne Haun says:

    Liebe Peggy,
    ein weiser Entschluss. Ich habe aus genau den Gründen, die du hier aufführst schon lange mit dem zweisprachigen Bloggen aufgehört.
    Ich bin am überlegen, wie ich meinen Blog weiter optimiere, denn aufhören ist auch für mich keine Option!
    LG aus Berlin von Susanne

    1. entdeckeengland says:

      Liebe Susanne, ich denke, dass es auch zum Prozess des Bloggens gehört, dass man immer wieder Dinge in Frage stellt und sich weiterentwickelt. Es macht ja gerade den Charme aus, dass man nicht nur sendet, sondern auch neue Impulse erhält. Ich bewundere sowieso immer Deine Disziplin, jeden Tag zu posten. Lieben Gruß, Peggy

  9. Maren Wulf says:

    Eine Umstellung passgenau zur neuen Ausstellung im British Museum: “Germany – memories of a nation”. 😉 Nein, im Ernst bin ich vor allem froh, dass du dich trotz der vielen anderen Verpflichtungen entschieden hast weiterzubloggen, liebe Peggy! Auf deine lebensvollen Berichte und Tipps aus einer meiner Lieblingsstädte würde ich nur sehr ungern verzichten!

    1. entdeckeengland says:

      Vielen Dank, liebe Maren. In die Ausstellung möchte ich übrigens auch gehen. Ich bin gespannt, wie man das Thema von außen betrachtet aufbereitet. Es ist mir übrigens bislang noch nicht in den Sinn gekommen, mit dem Bloggen aufzuhören. Die Frage war eher, ob ich seltener poste oder aufhöre, die gleiche Geschichte zweimal zu erzählen. Und da es mir nie an Ideen mangelt, ist es so die bessere Lösung.

  10. Antje Lechner says:

    Hi Peggy, ich finde das auch sehr gut; ich fand es immer etwas verwirrend, denselben Absatz dann nochmal auf Englisch zu lesen.
    Lg Antje

  11. Bernd says:

    Hallo Peggy, schade das Du nur mehr deutsch schreibst, war immer eine Bereicherung auch in englisch alles zu lesen. Aber zu verstehen. Ich weiß wie zeitaufwendig kleine Reißer sind (unsere Beiden sind 4 Jahre und 6 Jahre jung). Da bleibt nicht viel Zeit für einen selbst. Werde Deine Geschichten aber auch gerne nur in deutsch verfolgen und mir interessante Tipps nicht entgehen lassen. Hauptsache ist, Du bleibst auf Sendung. Liebe Grüße nach London, Bernd

    1. entdeckeengland says:

      Hallo Bernd, danke, dass Du dabei bleibst. Mein kleiner Entdecker ist auch 4. In dem Alter wollen sie noch so gerne mit den Eltern spielen. In ein paar Jahren gehen sie dann lieber eigene Wege. Genießen wir die Zeit! Lieben Gruß, Peggy

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