Thomas Hardy: New Year’s Eve

See im Winter

“I have finished another year,” said God,
“In grey, green, white, and brown;
I have strewn the leaf upon the sod,
Sealed up the worm within the clod,
And let the last sun down.”

“And what’s the good of it?” I said.
“What reasons made you call
From formless void this earth we tread,
When nine-and-ninety can be read
Why nought should be at all?

“Yea, Sire; why shaped you us, ‘who in
This tabernacle groan’—
If ever a joy be found herein,
Such joy no man had wished to win
If he had never known!”

Then he: “My labours—logicless—
You may explain; not I:
Sense-sealed I have wrought, without a guess
That I evolved a Consciousness
To ask for reasons why.

“Strange that ephemeral creatures who
By my own ordering are,
Should see the shortness of my view,
Use ethic tests I never knew,
Or made provision for!”

He sank to raptness as of yore,
And opening New Year’s Day
Wove it by rote as theretofore,
And went on working evermore
In his unweeting way.

See im Winter

Thomas Hardy – Romantiker und Viktorianischer Realist

Thomas Hardy wurde 1840 in Stinsford in der südenglischen Grafschaft Dorset geboren. Als Sohn eines einfachen Steinmetz verließ er die Schule mit 16 Jahren und begann eine Ausbildung bei einem lokalen Architekten. Mit 22 Jahren ging er nach London, wo er am King’s College studierte. Er arbeitete viele Jahre als Architekt, zuerst in London, später wieder in seiner Heimatregion, aber seine wahre Leidenschaft galt dem Schreiben.

Zu Lebzeiten war Hardy vor allem für seine sozialkritischen Romane bekannt. Nach dem Erfolg von „Far from the Madding Crowd“ gab er 1874 sein Architektendasein auf und widmete sich ganz dem Schreiben. Inspiriert wurde er von den Romantikern, allen voran William Wordsworth. Aber er war auch ein großer Bewunderer von George Eliot und Charles Dickens. Ähnlich wie Dickens kritisierte er in seinen Geschichten soziale Missstände und harsche gesellschaftliche Konventionen. Allerdings lag sein Fokus dabei auf dem Landleben. Mit seinen letzten beiden Romanen „Tess of the d’Urbervilles“ (1891) und „Jude the Obscure“ (1895) ging er jedoch in den Augen des viktorianischen Publikums zu weit. Seine kontroversen Anschauungen zu den Themen Ehe, Sex und Religion sorgten für harte Kritik. Es wurde sogar gemunkelt, der Bischof von Wakefield hätte „Jude the Obscure“ verbrannt. Einige glauben, dass dieser öffentliche Verriss der Hauptgrund dafür war, dass Hardy aufhörte, Romane zu schreiben.

In seinen letzten 30 Lebensjahren veröffentlichte Thomas Hardy ausschließlich Lyrik. An den Erfolg seiner Romane konnte er seinerzeit zwar nicht anknüpfen. Aber heutzutage gilt er als einer der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts. Einige seiner Gedichte wurden vertont, und er inspirierte Poeten der nächsten Generation, wie Philip Larkin, Dylan Thomas und W.H. Auden.

Thomas Hardy starb am 11. Januar 1928 in seinem Haus „Max Gate“ in Dorchester. Die Asche seines Körpers wurde auf Drängen seines Nachlassverwalters in der Poet’s Corner in Westminster Abbey beigesetzt. Sein Herz liegt in Stinsford bei seiner ersten Frau Emma.

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7 thoughts on “Thomas Hardy: New Year’s Eve

  1. Wolfregen & Constanze says:

    Zuerst einmal wünsche ich Dir und Deinen Lieben ein schönes neues Jahr, liebe Peggy! Deinen Beitrag hier habe ich sehr gerne gelesen. Hardy ist in der Tat einer, an dem man nicht vorbeikommt, hegt man ein Faible fürs viktorianische Zeitalter. Vergangenes Jahr lief hier bei uns in den Kinos übrigens eine Neuverfilmung von “Far from the Madding Crowd“ (Regie: Thomas Vinterberg), meines Erachtens empfehlenswert. Den Roman dazu habe ich erst im Anschluss gelesen, ebenso ein paar seiner Erzählungen – abwechslungsreiche Lektüre für lange Winterabende…

    Liebe Grüße
    von Constanze

    1. entdeckeengland says:

      Danke, liebe Constanze, ich wünsche Dir auch ein glückliches neues Jahr. Ich habe die Plakate zu dem Film gesehen, aber momentan gehen wir leider zu selten ins Kino. Vielleicht kommt er ja bald ins Fernsehen. Viele Grüße, Peggy

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